REIN, S. (1990): Über Ceratiten (Cephalopoda, Ammonoidea) mit "fehlenden" Septen.-
Veröff. Naturhist. Mus. Schleusingen, 5, 22-25, 5 Abb., Schleusingen.

Zusammenfasssung

Aberrante Bildungen auf Ceratitensteinkernen mit septenfreien Bereichen im Phragmokon und distal extrem proklin eingebauten Septen erhalten die Bezeichnung "forma septadeformata". Sie entstanden durch eine ventrale Gehäusefraktur, wahrscheinlich verbunden mit einer Verletzung des Siphobildungszentrums im Weichkörper. Bedingt durch den Ausfall der Siphofunktion war das Ceratitentier zeitweise ausschließlich an das Bodenleben gebunden. Die große Überlebensdauer zeigt, dass die germanischen Ceratiten dem vagilen Benthos optimal angepaßt waren und vertikale Migrationen im flachen Muschelkalkmeer geringe Bedeutung besaßen.

Summary

Anomalous formations on stone hearts of Ceratites with septal free areas in phragmocon and distal extremely proclivous septes are named "forma septadeformata". They originated from a ventral fracture of the case, probably connected with an injury of the siphoformation centre in the soft parts.
Caused by the deficiency of the siphon-function the ceratite was occasionally bound to a living on the sea-bed only. The long survival time shows that the german Ceratites were optimally adapted to the vagile benthos and that vertical migrations in the shallow Muschelkalkmeer were of little importance.